SONNTAGSGRUSS

Sonntagsgruß am 24. Jänner 2021 / 3. Sonntag nach Epiphanias

Liebe Gemeindemitglieder!

„Gottes Liebe kennt keine der Schranken, mit denen sich Menschen und Völker voneinander abgrenzen.“
Das ist das Thema des 3.Sonntages nach Epiphanias.
Beispielhaft dafür stehen auch die vorgeschlagenen Bibeltexte, z.B. der Psalm, den wir heute beten:

Herr, ich bin arm und hilflos; höre mich und gib mir Antwort!
Bewahre mein Leben, ich gehöre doch zu dir!
Hilf mir, ich bin doch dein Diener; du mein Gott, ich verlasse mich auf dich!
Auf dich richte ich mein Herz und meinen Sinn; erfülle mich doch wieder mit Freude!
Herr, du bist freundlich und bereit, Schuld zu vergeben; voll Güte begegnest du allen, die zu dir beten.
Darum höre jetzt meine Bitte; Herr, achte auf meinen Hilferuf!
In meiner Not schreie ich zu dir; du wirst mir Antwort geben.
Herr, wer unter den Göttern ist wie du? Kein anderer kann deine Taten vollbringen!
Du hast alle Völker geschaffen.
Sie werden kommen, sich vor dir niederwerfen und dir, Herr, ihre Huldigung darbringen.
Denn du bist groß und tust Wunder; nur du bist Gott, du ganz allein!
Herr, zeige mir den richtigen Weg, damit ich in Treue zu dir mein Leben führe!
Lass es meine einzige Sorge sein, dich zu ehren und dir zu gehorchen!
(Aus Psalm 86 / Gute Nachricht Bibel)

Gott ist „gut und gnädig“ zu allen, die sich an ihn wenden. Dabei spielen die Zugehörigkeit zu einem anderen Volk, einer fremden Kultur oder Religion keine Rolle. So werden die Moabiterin Rut aus dem alttestamentlichen Predigttext (Rut 1,1-19a) ebenso wie der römische Hauptmann (Matthäus 8,5-13) des Neuen Testamentes zu Beispielen für die, die am Ende aller Tage aus allen Himmelsrichtungen in Gottes
Reich strömen werden.
Diese sehr unterschiedlichen Menschen erinnern uns nicht zufällig an die Weisen aus dem Morgenland. Denn mit dem Gespür für bedeutsame Zeichen und dem Mut zum Neuanfang haben jene einst das Wichtigste am Glauben erfasst.

So kommt also heute durch die Bibeltexte der ganze Erdkreis in den Blick.
Wir sind nicht alleine. Und wenn auch bei uns das Interesse für den christlichen Glauben oft sehr lahm scheint, so bricht sich das Evangelium doch in vielen Ländern der Erde neue Bahn. Das freut mich und
macht mir Hoffnung. –
Denn „es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“
(= Lukas 3,29=Wochenspruch).

Ja, die Welt ist in der Krise. Umso dringender brauchen wir eine Vision, die weiter reicht als nur bis April, August oder nächsten Januar. Mit der Botschaft vom Reich Gottes, das jetzt mitten unter uns und dann dereinst endgültige Wirklichkeit werden will, stemmen wir uns zuversichtlich gegen die Ängste.

Wir sind nicht alleine. Denn die Tischgemeinschaft im Reich Gottes ist ökumenisch. Sie betrifft also wörtlich „die ganze bewohnte Erde“.
Das ist ein großes Versprechen Gottes, auf das wir bauen können, aber eben auch eine Riesenaufgabe für jeden und jede von uns, sich einzubringen;
meint Ihre Pfarrerin Ulrike Nindler

Der Herr segne dich und behüte dich!
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig!

Der Herr wende dir sein Angesicht zu und gebe dir Frieden!

Ich bin sonntags bis 12.00 Uhr telefonisch für Sie da,
stehe Ihnen aber auch unter der Woche für Telefongespräche od. E-Mail-Kontakt gern zur Verfügung (0699/188 77 325 bzw. pg.tulln@evang.at).